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4. Nun haben wir ein Problem…

Nach einer schlaflosen Nacht bin ich zu dem Entschluss gekommen, mit jemandem über meine verzwickte Situation zu sprechen. Doch mit wem??? Nicki? Mama? Suleika? Delia? Nein, es musste jemand sein mit dem ich über alles reden konnte, der wie ein Grab schweigen würde und der mir vielleicht einen guten Rat geben könnte. Ich hab's! Patrik!!! Den wollte ich sowieso schon lange einmal wieder anrufen. Also nahm ich das Telefon in die Hand und wählte seine Nummer. Piep, Piep, Piep...
piep..... „Diese Nummer ist momentan nicht erreichbar“..... Ich knallte enttäuscht den Hörer auf die Station und fluchte vor mich hin. „Süße, was ist denn?", fragte mich Nicki verschlafen. Mit Tränen in den Augen sah ich ihn an. „Oh man.... In der letzten zeit bin ich so nahe am Wasser gebaut”, dachte ich...
Ich lächelte Nicki an: „Ich muss mal kurz ins Bad..."
Schnell ging ich ins Bad und schloss die Tür hinter mit zu. Ich ging zum Waschbecken, ließ das Wasser laufen und setzte mich in die Ecke und fing an zu heulen.
Ich wusste einfach nicht mehr was ich tun sollte... in 2 Wochen würde die Schule wieder beginnen, ich musste es noch Mama und Paps erzählen, Nickis Job würde nie im Leben für uns drei reichen... er hatte ja noch nicht einmal sein Abschluss nachgeholt. Ganz zu schweigen von mir...
Nicki klopfte an die Tür: „Maya, alles okay?"
Ich wischte mir schnell die Tränen weg. „Ja-ja, ich komm gleich..." Ich zog mein T-Shirt hoch und legte meine Hand auf den Bauch. Wenn man genauer hinsah sah man schon, dass er ein wenig gewachsen war, oder bildete ich mir das ein? Noch einmal betrachtete ich ihn von allen Seiten.
Schließlich zog ich seufzend mein T-Shirt wieder runter und schloss die Tür auf. Nicki wartete schon auf mich und sah mir prüfend in die Augen. „Ist wirklich alles okay?" „Jaa, aber ich möchte mit dir noch mal reden... wegen dem Baby..."
Nicki sah auf die Uhr über der Tür:" Jaa, süße, können wir das später machen, ich muss jetzt los, sonst bekomm ich wieder anschiss von meinem Chef. Leg dich einfach wieder hin, du siehst so müde aus." Er küsste mich noch mal und ging aus der Tür.

Wieder einen Anschiss?!
Das bedeutet ja dass er schon mal etwas verbockt hatte, oder etwa nicht?! Fieberhaft überlegte ich mir was er wohl getan hatte...
Doch es ging nicht lange und meine Augen wurden schwer und ich fiel in einen tiefen unruhigen Schlaf... Ich träumte alles kreuz und quer, das Nicki mich verlassen würde, dass es Komplikationen bei der Geburt gäbe....
Ich war mit den Nerven ziemlich fertig...Ich beschloss dass es so nicht weitergehen konnte. Aber was sollte ich tun? Ich fand dass Nicki alles ein wenig zu locker nahm. Ich nahm mein Handy und Läutete Gina an. Sie war ja schließlich auch schwanger. Piep, Piep ...Hallo hier Gina...

„Hallo Gina, ich bin’s Maya.“

„Oh, Hallo Maya…“

„Wie geht’s mit deiner Schwangerschaft?“

„Na ja, ich weiß nicht was ich tun soll, Maya.“

„Mir geht es genauso. Ich bin total verwirrt. Nicki nimmt es ganz locker. Abtreiben will ich es nicht und Nicki schon gar nicht! In letzter Zeit hatte ich Alpträume. Ach… Ich weiß nicht wie wir in Zukunft auch noch für das Baby sorgen sollen, ich muss auch noch in die Schule…“

„Maya,…….

Weißt du mir geht’s ähnlich, ich träum immer, dass dieser Dreckskerl von dem ich schwanger bin, kommt…“

„Tja Gina wir sind einfach beide schwanger geworden und nun…“

„Haben wir ein Problem“, beendete Gina meinen Satz, „Maya du musst doch in die Schule, oder???“

„Ja, bald“, gab ich zögernd zu.

„Weißt du Maya ich könnte doch auf dein Baby aufpassen, du kannst es ja nicht mit zur Schule nehmen…“

„Oh Gina das … das wäre eine riesen Hilfe für mich!!!“

„Gut Maya aber ich mach nun ne Lehre und ich wollte dich fragen ob du mein Baby abends nehmen könntest?“

Kaum hatte ich den Hörer aufgelegt, mit einem guten Gefühl, dass ich nicht die einzige Schwangere war mit solchen Problemen. Hörte ich wie die Haustür aufging, ich rannte zu Nicki und wollte ihm um den Hals fallen, doch da stoppte ich abrupt, denn er hatte diesen zornigen Blick in seinen Augen und ich fragte ihn: „Was ist los mit dir? Hab ich etwas falsch gemacht?“ Er antwortete nicht, sondern ging in die Küche und kochte, ich wusste, dass er sich beim Kochen am besten beruhigen konnte. Also ging ich enttäuscht ins Zimmer und träumte wieder mal vor mich hin…

Nach 45 Minuten kam er endlich zu mir und küsste mich. Doch er sagte weiterhin kein einziges Wort, da war sie auch schon wieder meine doofe Heulerei. Ich war so enttäuscht, dass er mir nicht sagen wollte was er hatte! Als er die erste Träne über meine Wange kullern sah, veränderte sich sein Blick sofort und er sagte ganz geschockt: „Süße, was ist los mit dir? Ist etwas passiert?“ Ich antwortete: „Ich finde es einfach nicht gut von dir, dass du mir immer noch nicht sagst was los ist!!!“ Da war es wieder still, weder ich noch Domenico wussten, was wir jetzt sagen sollten, da beschloss ich ihn einfach zu küssen. Ich merkte, dass er verunsichert war, denn normalerweise kam so was eher von seiner Seite aus, doch langsam öffnete er seinen Mund und begann meinen Kuss zu erwidern, doch plötzlich wich er zurück und sagte: „Ich muss dir was sagen, Maya!“ Ich sah ihn erwartungsvoll an…

„Ich weiß nicht ob ich wirklich bereit bin für ein Kind.“ Da sagte ich: „ich dachte du würdest dich freuen!“ „Mach ich ja auch, aber ich weiß einfach nicht wie das gehen soll!!! Ich meine du musst in die Schule und ich zur Arbeit, wer soll dann aufs Baby aufpassen?“ „Das habe ich schon geklärt, und zwar hab ich Gina heute angerufen und wir haben uns geeinigt, dass sie auf unser aufpasst, wenn wir nicht können, dafür müssen wir auf ihrs aufpassen, wenn sie am Abend arbeitet“ Da sah ich endlich mein geliebtes Grübchenlächeln wieder. Und plötzlich sprang er auf und sagte zu mir: „Komm ich muss dir etwas zeigen.“ Er nahm mich an der Hand und rannte in die Küche und sagte mir, ich solle auf dem Stuhl platz nehmen. Er nahm etwas aus dem Kühlschrank und stellte vor mich eine riesige Torte hin, sie war so schön. Sie hatte eine Herzform und darauf stand: ICH LIEBE DICH! Ich fiel ihm vor Freude fast um den Hals und warf ihn fast um. Als wir uns gemeinsam einen Film anschauten, merkte ich, wie viel Überwindung es ihn kostete mich nur zu küssen und nicht mehr. Weil uns langweilig war, gingen wir noch in eine Bar. Ich nahm dieses Mal auch Alkohol, wie Nicki. Eins nach dem anderen floss in ihn hinein. „Nicki!“, tadelte ich, obwohl ich selber schon ziemlich dicht war. Keine Angst, Baby!“, sagte er und umarmte mich von hinten. Er schob seine Hand unter mein Tshirt. Aber ich genoss es irgendwie, schließlich warn wir beide total besoffen. Ich erinnerte mich erst am Morgen wieder. Aber nur an einen Teil. Ich fühlte mich wie in dem Videoclip von „Hangover“.

Als ich auf den Wecker schaute, schreckte ich hoch und schrie: „Nicki, du musst zur Arbeit!!!“ Als er erschrocken aufsprang fluchte er leise natürlich auf Italienisch vor sich hin, da erst viel mir auf wie wenig er in letzter Zeit Italienisch sprach. „Man Maya, musst du mich so erschrecken?“, zischte er mich an. „Ich will doch bloß nicht, dass du zu spät kommst, du brauchst den Job!“, erwiderte ich. Als er endlich aufstand und auf die Uhr schaute, zog er sich schnell an und ging. Na toll, wieder mal ein Morgen mehr an dem wir keine zeit füreinander hatten. Da fiel mir plötzlich ein, dass zu viel Alkohol getrunken hatte, aber was passierte jetzt mit dem Baby? Ich döste noch ein wenig weiter, denn ich hatte schreckliche Kopfschmerzen vom Kater…

Als ich plötzlich durch mein Handy aufwachte, als ich aufs Display schaute stand „Mama“ drauf. Ich nahm ab und war sehr froh ihre Stimme zu hören…

„Maya Fischer“, meldete ich mich.

„Maya hier ist Mama, wie geht’s dir? Du hast nicht mehr angerufen, wir hatten doch abgemacht, dass du jeden Tag anrufst!“

Ich war ganz erstaunt, dass sie das Thema Schwangerschaft gar nicht erwähnte.

„Mama ich dachte du wärst sauer auf mich, weil ich nicht verhüten konnte.“

„Genau wegen dem habe ich angerufen.“

„Aber Mama..“

„Maya jetzt hörst du mir zu, ich habe noch das kleinste Problem von allen, du und Domenico habt das Problem und Paps will nicht mehr mit dir sprechen.“

„Warum haben Domenico und ich das Problem?“, fragte ich.

„Weil weder du noch er einen Abschluss hat und wie wollt ihr so viel Geld auftreiben um das Kind zu ernähren, es reicht ja kaum für euch zwei!“

Es tat extrem weh zu wissen wie sehr ich meine Eltern verletzt hatte. Da meldete sich meine Mutter wieder: „Auf jeden Fall wollte ich wissen wie es euch beiden denn geht? Und was ihr so macht?“ Ich erzählte ihr ein bisschen was wir gerade so machten.

„Also Maya, ich will dir nur sagen, dass ich mich nach langem Nachdenken auf das Baby freue, denn ich muss dir sagen in letzter Zeit geht es mir leider nicht so gut, aber nun habe ich einen Grund mehr, noch mindestens neun Monate zu leben. Also, ich muss noch einkaufen gehen ich hoffe du meldest dich bald mal wieder, es wäre auch schön wieder einmal etwas von Domenico zu hören. Also macht’s gut, bis bald ich vermisse dich!“

Ich vermiss dich auch bis bald…“



Als ich den Hörer auflegte, dachte ich noch ein wenig über das nach, was mir Mama gerade erzählt hatte. Sie freute sich also aufs Baby!! Das munterte mich wieder richtig auf, um 11.30 Uhr beschloss ich Domenico einen kleinen Besuch im Restaurant zu machen.

Als ich mich an einen Tisch platziert hatte, kam schon ein Kellner und fragte mich was ich gern hätte, da sah ich plötzlich Domenico vorbei huschen und sagte dem Kellner: „Ich möchte gern eine Portion Domenico di Loreno!“ Der Kellner schaute mich komisch an und sagte dann: „Du bist Maya, nicht wahr?“ „Ja wieso wissen sie das?“ „Wer kennt dich hier im Laden schon nicht?! Der redet doch die ganze Zeit nu über dich!“ Ich wurde rot wie eine Tomate. Da ging der Kellner wieder und ich hörte ihn in die Küche rufen: „Ein Menü Domenico di Loreno“ Dann zwinkerte er mir zu und ging zu den nächsten Gästen. Dann kam Domenico aus der Küche und schaute sich verwirrt im Restaurant um, da entdeckte er mich und grinste.

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